Am Ende steht die Null

Im Schmuckkästchen von Hannover herrschte ein wildes Treiben, die Zuschauer drängten sich auf die wenigen bereitgestellten Bänke und saßen dicht am Spielfeldrand. Man fühlte sich wie in der englischen Fußball-Liga, wo man als Zuschauer die Schweißperlen der Akteure auf dem Spielfeld sehen kann. So nah war man am Geschehen. Diese dichte und stimmungsvolle Atmosphäre trug dazu bei, dass das ohnehin schon brisante Duell der direkten Tabellennachbarn GfL Hannover und TV Hörde ja noch viel brisanter wurde. Brisant deswegen, weil man sich bereits im Vorfeld über die öffentlichen Medien gegenseitig anstachelte. Amateursport, so liebe ich dich.

 

Zurück zum Spiel. Es war die erwartete enge Partie. Und nochmal für alle: Es war die erwartete enge Partie, zweier Teams, die nahezu auf Augenhöhe agierten. Augenhöhe, nahezu. Okay? Keiner gönnte dem anderen nur einen Punkt und so entstand eine muntere Partie. So munter, dass man im ersten Satz gar nicht aufhören wollte und erst beim Stand von 32:30 ein Erbarmen mit den zitternden Fans hatte. Hörde ging im Hannoveraner Sechseck in Führung, doch von einer beruhigenden Führung konnte nicht die Rede sein. In den zweiten Durchgang startete man schlecht, „Teee“ Williams wechselte, brachte Freddy Beyrich und Jakob Rebtschinski (der ist neu, bis zum nächsten Heimspiel müsst ihr den Namen draufhaben) und läutete damit die Wende ein. Punkt für Punkt kämpfte man sich zurück in den Satz, ehe man letztlich in Führung ging und auch den zweiten Satz eintütete (25-22). Ähnlich auch im dritten Satz, nur dass man diesmal nicht bis zum Satzende wartete (25-22). In den entscheidenden Momenten war man hellwach und holte sich den Sieg. Drei zu Null. Am Ende steht die Null und drei Punkte auf Hörder Seite. Durch individuelle Klasse in den entscheidenden Momenten und einer ansonsten mannschaftlich geschlossenen Leistung holte man sich letztlich verdiente drei Punkte. Verdiente drei Punkte, geht das noch in Ordnung so?

 

Nun steht das letzte Heimspiel der Saison auf dem Plan. Gegen VfL Lintorf will man ein letztes Volleyballfest in der eigenen Festung feiern und damit für einen versöhnlichen Abschluss vor eigener Kulisse sorgen (14.3.). Sollte man hier erfolgreich sein, gebe es am letzten Spieltag ein entscheidendes Duell beim SSF Fortuna Bonn um den vierten Platz. Es wäre das erklärte Saisonziel.

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