Du hast mir gefehlt

Ja, ich habe dich vermisst. Ziemlich sogar. Diese Schmetterlinge im Bauch, als wäre es das erste Mal. Dieses Kribbeln in den Fingern, diese Spannung in der Luft, diese knisternde Atmosphäre. Es fühlt sich einfach so gut an, dich wieder bei mir zu haben. Am Anfang ist alles noch ein bisschen komisch, man muss sich erstmal wieder aneinander gewöhnen. Aber bei einer Sache ist man sich einig: Hier bin ich richtig.

 

Es war ein holpriger Start in die Saison, dennoch ein erfolgreicher. Die Hörder Herren bekamen die Favoritenrolle durch die Göttinger zugesteckt, konnten dieser aber erst zum Ende der Partie gerecht werden. Mit einem letztlich verdienten 3-2-Sieg (25:21, 18:25, 25:20, 21:25, 9:15) startet man also in die neue Saison, 2 Punkte stehen schon mal auf dem Konto, für den ein oder anderen vielleicht ein Punkt zu wenig. Doch wie sagt man? Aller Anfang ist schwer, im Nachhinein ist man zufrieden mit dem Ergebnis. Kämpferisch war es eine gute Leistung. Mit 1-2 nach Sätzen lag man hinten, in den vierten Satz startete man mit 0-5 denkbar schlecht und dennoch jubelten am Ende die Rothemden. Diese rottragenden „Teufelskerle“ haben es mal wieder spannend gemacht, sehr zum Leidwesen der neuen Trainerin „Teee“. Die war am Ende sichtlich erleichtert, dass ihre Premiere auf der Männervolleyball-Bühne geglückt ist. Mit der Leistung ihrer Mannschaft zeigte sie sich zufrieden: „Es war eine mannschaftlich geschlossene Leistung.“ An die „Hörder Dramaqueen“ wird sie sich wohl noch gewöhnen müssen.

 

Erfreulich waren besonders die Leistungen der Neuzugänge, denn mit Marius Harrmann und Jonathan Lange standen gleich zwei Neue auf dem Spielfeld. Diese fügten sich prächtig ins Spiel ein und besonders Lange ließ sich zu Beginn nicht anmerken, dass er letzte Saison noch drei Ligen tiefer spielte. Als die Luft knapp wurde, kam Frederik Beyrich für ihn ins Spiel, der ebenfalls einen guten Job machte. Trotz des großen Umbruchs vor der Saison präsentierte sich diese Mannschaft als eine Einheit, geformt aus Willen, Ehrgeiz und Spaß am Spiel. „New Hörde“ gefällt jetzt schon und dabei hat man gerade erst angefangen. Nächster Halt: Hömecoming.

 

Sai Son. Kaum bist du angekommen, schon hast du mich voll eingenommen. Aber weißt du was? Ich will es gar nicht anders. Ich denke ich bin bereit für den nächsten Schritt. „Ich möchte dich meiner Familie vorstellen!“ Sie schaut mich überglücklich an, darauf hat sie anscheinend nur gewartet. „Und weißt du was? Sie werden dich lieben.“

 

 

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