Ein Punkt in Olpe ist zu wenig!

VC SFG Olpe II – F1 3:2

(21:25, 26:24, 26:24, 18:25, 16:14)

Mit viel Elan und Selbstbewusstsein ist das Hörder Team am Samstag ins verschneite Olpe gefahren. Nach dem erneut positiven Test gegen den Tabellenführer der Oberliga, SC Hennen, standen die Zeichen auf Sieg, denn im Hinspiel zeigte sich die Olper Zweitvertretung doch recht harmlos und konnte deutlich mit 3:0 besiegt werden.

 

Doch an diesem Tag sollte alles anders laufen. Schon beim Einspielen musste Kira Schäfer mit einer Oberschenkelzerrung passen. Doch Hörde startete gut ins Spiel. Über 13:7 und 19:14 wurde der erste Satz sicher mit 25:21 zugemacht. Aber schon im ersten Satz zeigte Olpe ein völlig anderes Gesicht als im Hinspiel: aggressive Aufschläge am Risikolimit und extrem einsatzfreudig in der Defensive.

 

Und im folgenden Durchgang zeigten die jungen Mädchen aus Olpe was in ihnen steckt. Obwohl technisch und körperlich limitiert, demonstrierten sie unbändige Lust an der Verteidigung und machte den Roten das Leben schwer. Der TV Hörde zeigte sich beeindruckt und nahm den Kampf nur halbherzig an. Olpe spielte fast ausschließlich mit Lobs im Angriff und es dauerte geschlagene 2 Sätze bis der erste abgewehrt war, ganz schwach.

Dazu kamen immer wieder Fehler im Aufschlag und Unkonzentriertheiten im Angriff, 24:26.

 

Im 2. Satz exakt das gleiche Bild. Olpe hatte sich mittlerweile in der Verteidigung um ihre überragende Libera in einen wahren Rausch gespielt, das Hörder Ensemble weiter harm- und kopflos. Auch alle Einwechselungen passten sich nahtlos dem überschaubaren Niveau an, nochmal  24:26.

Auch der vorletzte Durchgang dümpelte vor sich her, bis sich Elena Iserhard bei 12:11 die Kugel zum Aufschlag schnappte und auf 19:11 erhöhte. Das war die Vorentscheidung zum 25:18.

 

Jetzt waren die Dortmunderinnen gewillt zumindest mit 2 Punkten nach Hause zu fahren. Über 8:4 und 11:7 schien das auch zu gelingen. Bei diesem Spielstand fasste sich Spielmacherin Luise Weikhmann an den Oberschenkel, zack, die nächste Zerrung. So musste Hannah Köster wieder ran, die auch in den ersten Sätzen das Zepter führte. So kam es, wie es kommen musste, Bruch im Spiel, katastrophale individuelle Fehler (auch beim Schiedsgericht), Matchball auf der Netzkante verdaddelt, 14:16 , 2:3

 

Auch mit einer durchschnittlichen Leistung wären hier 3 Punkte dringewesen, aber zu harmlos und ohne Biss zeigte sich die Mannschaft heute. Dazu ein Schiedsrichter, der sich auch nach mehrfachen Interventionen weigerte, auch nur ein einziges Mal das technisch sehr schwache Zuspiel der Olper Ballumlenker zu sanktionieren. 3 - 5 Punkte pro Satz blieben so liegen.

 

Aber das Schiedsgericht verantwortlich machen greift zu kurz. Wenn das avisierte Ziel, der Relegationsplatz, erreicht werden soll, müssen alle bereit sein, mehr zu investieren. Insbesondere die hohe Anzahl der "unforced errors" stimmt den Coach Gunnar Schäfer doch sehr nachdenklich.

Was hilft, wäre eine gute Reaktion gleich am kommenden Wochenende gegen den Vizemeister des Vorjahres, TC Gelsenkirchen.

 

Für den TV Hörde spielten:

Blome, Iserhard, Schäfer, Klecha, Knop H., Knop R., Köster, Mann, Müller, Pesek, Weickhmann, Werth

 

gs, 16.01.16

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