F1 - TuS Hattingen

3:2 (21:25, 25:18, 25:12, 14:25, 15:11)

Ein unerwartet dickes Brett musste die 1. Damenmannschaft des TV Hörde am Samstag bohren. Gegen die im Mittelfeld der Tabelle rangierenden Damen von der Ruhr entwickelte sich zwischenzeitlich ein von langen Ballwechseln geprägtes Kampfspiel.

 

Die Dortmunder Damen mussten an diesem Tag auf die bewährte Zuspiel - Diagonalachse Luisa Weickhmann/Lena Klecha verzichten und stellten eine 

rekordverdächtig junge Starting Six aufs Feld (Altersdurchschnitt 17,3 Jahre).

 

Von Beginn an fanden die jungen Hörderinnen nur schwer ins Spiel gegen die an diesem Tag extrem abwehrstarken Hattinger Mädels. Die von Coach Reinhard Wiesner gut präparierten Gäste parierten formidabel das ideenlose Angriffsspiel der Gastgeberinnen und fanden im Gegenzug immer wieder Löcher im nicht sehr souveränen Block/Abwehrbereich. Völlig verdient ging der erste Satz mit25:21 an Hattingen.

 

Nach erneut zähem Beginn im 2. Durchgang löste das Team so langsam die Handbremse und fing an Volleyball zu spielen. Die 16 jährige Hanna Köster, die an diesem Tag zum ersten Mal über die gesamte Distanz das Zuspielzepter schwang, setzte ihre Spielideen gut um und brachte ihre Angreiferinnen in exzellente Schussposition. Sicherheit und Routine kehrten zurück, 25:18.

 

Noch stärker dann der folgende Durchgang. Zum druckvollen Angriffsspiel präsentierte Hörde auch endlich die Aufschläge, die schon so manchen Gegner zermürbt haben. Zudem war nun auch endlich die Abwehr aufgewacht, sodass der 3. Satz glasklar in Hörde blieb, 25:12. Die wichtigen 3 Punkte waren nun in Reichweite. 

 

Was nun folgte, kann der Verfasser dieser Zeilen auch am Tag danach noch nicht erklären. Von absoluter Dominanz zu geschlossenem Totalversagen lagen nur ein Seitenwechsel und ein paar Minuten. Bei 2:10 hatte Coach Gunnar Schäfer schon seine zweite Auszeit verballert. Kein Aufbäumen, kein Wille, keiner auf dem Platz, der sich sichtbar wehrte. Über 11:20 wurde der Satz mit 14:25 komplett weggeschenkt.

 

Tiefes Durchatmen in der Satzpause und die letzten Kräfte wurden für den finalen Durchgang gesammelt. Mit Kira Schäfer stabilisierte sich die Annahme wieder, das Team war wieder voll da und nahm nun endlich den Kampf an. Seitenwechsel bei 8:7 mit anschließendem starkem Finale, 15:11.

 

Zwei Punkte gewonnen und einen liegen gelassen.Zwei starke Sätze reichen nicht für ein ganzes Spiel. Wenn in einer Woche der große Favorit Herten zum Tanz bittet, muss ganz zwingend ein weiterer Premium - Durchgang aufs Parkett gelegt werden.

 

Es spielten für den TV Hörde:

Baldauf, Blome, Iserhard, Schäfer, Knop H., Knop R., Köster, Mann, Müller, Pesek, Werth

 

gs 22.11.15

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