Gewogen und gemessen

Hörde besteht den Charaktertest in Münster und gibt zum ersten Mal in dieser Saison keinen Satz ab. Vor toter Kulisse liefert der TVH-Trupp eine konzentrierte und souveräne Vorstellung ab und holt sich die nächsten drei Punkte. Mit einem Sieg im letzten Auswärtsspiel des Jahres geht es nun in die Hörder Festspielwochen mit drei Heimspielen in Folge.

 

Der USC wollte nach drei deftigen Niederlagen zum Saisonstart die Wende einleiten und hatte sich gegen den TVH viel vorgenommen. Hörde sollte der Maßstab sein, an dem sich Trainer Nils Kaufmann im Vorfeld orientieren wollte, am Ende stand eine klare 3-0-Niederlage (-18,-22,-18). Durch starke Aufschläge ließ der TVH bei den Hausherren keinen geordneten Spielaufbau aufkommen, durch gute Block- und Abwehrarbeit kam Hörde immer wieder zu Break-Chancen. Am Ende war Münster nicht der Gegner an dem man sich in dieser Saison messen will, obwohl die Mannschaft um Ex-Hörder Lukas Rohleder nominell definitiv nicht zu den schwächeren Teams der Liga gehören sollte. Dennoch verlor man letztes Jahr an gleicher Stelle 0-3, davon war man dieses Mal weit entfernt. Bis auf einen kleinen Spannungsverlust im zweiten Satz, als man den USC am Satzerfolg schnuppern ließ, gab man Münster keine Luft zum Atmen.  

 

Besonders erfreulich war das Comeback am Netz von Kapitän Jan Terhoeven, der im zweiten Durchgang zu seinem ersten Einsatz auf der Diagonalposition kam. Und in Ansätzen zeigte er, warum er die letzten Jahre der Go-to-Guy der Mannschaft war.

 

Damit endet die Reise der Hörder für dieses Jahr, der TVH kommt wieder zurück nach Hause und läutet nun die Hörder Festspielwochen ein. Die letzten drei Spiele der Hinrunde bestreitet man vor eigenem Publikum. Der Hörder Anhang muss sich nun auf einen Klatsch-Marathon vorbereiten, eine Brüll-Daueroper, ein Permanent-Daumen-Drücken. Das wird harte Arbeit, aber Arbeit die verdammt Spaß macht. 

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