Hörde als krasser Außenseiter zum TVA Fischenich

Die Saison 2015/16 und der TV Hörde: Das ist schon fast eine Leidensgeschichte, die es so im Hörder Stadtteil um den Phönixsee wohl bisher noch nicht gegeben hat. Man rennt irgendwie den eigenen Ansprüchen hinterher, spielt mal Top, mal Flop und irgendwie weiß keiner mehr so recht ob wir Fisch oder Fleisch sind. Dementsprechend schwankt auch die Stimmung im Hörder Lager in dieser Saison extrem.

 

Nach toller Hinrunde stand die M1 des TV Hörde auf Platz 4, punktgleich mit dem Tabellendritten aus Bonn. Glücklich konnte die Mannschaft Weihnachten feiern und ist frohen Mutes in die Rückrunde gestartet, doch konnte die Mannschaft nicht mehr so richtig an die guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen. 1:3 in Bonn verloren und gegen den Aufsteiger aus Vechta einen Punkt in der eigenen Hörder Festung verschenkt. Zu allem Überfluss verletzte sich dann mit Kapitän und Hauptangreifer Jan Terhoeven auch noch der Leader der Rothemden. Es sah nicht gut aus und auch die Stimmung war längst nicht mehr so gut und fröhlich wie nach Ende der Hinrunde. Dann konnte die M1 allerdings auch ohne Terhoeven einen Punkt in Aachen erobern und erledigte anschließend die Pflichtaufgaben gegen den USC Münster und GFL Hannover, indem man beide Spiele 3:1 gewann und sich so auch wieder in der Tabelle klamm und heimlich auf Platz 3 vorschob. Und dennoch, so richtig Euphorie wollte nicht aufkommen, da das Spiel der Hörder schon lange nicht mehr so sicher und souverän war, wie noch in der Hinrunde. Einen erneuten Rückschlag musste das Team dann letzte Woche im Heimspiel gegen VSG Ammerland hinnehmen, in dem man den ersten Satz mit 25:13 gewonnen, das Spiel aber 2:3 verloren hat.

 

Irgendwie laufen die Hörder ihren eigenen Ansprüchen hinterher. Gebeutelt von Pleiten, Verletzungspech und Pannen muss das Team von Trainerin Teee Williams von Woche zu Woche feststellen, dass es nur ein schmaler Grad ist zwischen Freud und Leid! Vielleicht kommt aber gerade in dieser Situation der nächste Gegner genau zur richtigen Zeit. Denn am Samstag geht es zum Tabellenführer TVA Fischenich nach Hürth. Die „Lachse“, wie sie sich selbst bezeichnen, wissen ganz genau, dass sie Fisch und nicht Fleisch sind und haben damit dem TV Hörde in dieser Saison doch einiges voraus. Als Aufsteiger aus der Regionalliga dominieren sie in dieser Saison vom 1. Spieltag an schon das Geschehen in der 3. Liga West und haben erst letzte Woche im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten TeBu Volleys mit einem beachtlichen 3:0 ihre Tabellenführung souverän ausgebaut. Es scheint eine ganz klare Angelegenheit zu werden und trotzdem kommt dieser Gegner für die M1 jetzt genau richtig.

In den letzten Wochen war es häufig „das mental-Ding“ beim TV Hörde. Mit den eigenen Ansprüchen stieg auch der Druck auf die Mannschaft und diesem konnte das Team nicht immer Stand halten. Gegen den TVA Fischenich kann die Mannschaft aber ganz befreit aufspielen. Hörde geht als krasser Außenseiter ins Spiel, alles andere als eine deutliche Niederlage wäre schon eine kleine Überraschung, auch weil Fischenich das Hinspiel in der Hörder Festung mit 3:1 gewonnen hat. Die Rothemden aus Dortmund können also ganz ohne Druck und vollkommen befreit aufspielen, denn eigentlich hat der TV Hörde am Samstag nichts zu verlieren. Ohne Kapitän Terhoeven und ohne Mittelblocker Thomas Henke, der beruflich verhindert ist, werden die verbliebenen Hörder einfach alles in die Waagschale werfen, was sie haben. Einfach mal wieder Volleyball spielen, Spaß haben und sich auf die eigenen Stärken besinnen und dann wird man sehen, was am Ende dabei heraus kommt. Immerhin: Mit genau dieser Einstellung hatte man schon einen Punkt aus Aachen entführt, warum soll das dann nicht auch in Fischenich möglich sein?!

3. Liga – Wir mit Euch

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