Hörder Arbeitervolk

„Glückwunsch erstmal zum Sieg über Hannover. Was hat das Hörder Spiel heute so schwerfällig und anfällig gemacht?“ „Völlig wurscht, wir haben das Spiel gewonnen, drei Punkte und das zählt." „Aber das kann ja nicht das Niveau sein, was man sich vor der Saison vorgenommen hat? Das man sich steigern muss, das müsste auch Ihnen klar sein.“ „Wat woll’n se jetzt von mir? Wat woll’n se jetzt kurz nach dem Spiel? Versteh ich nicht.“ „Ich gratuliere erst mal und wollte dann fragen, wieso es in der Annahme und im Angriff nicht so gut gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hat.“ „Glauben Sie in der Dritten Liga gibt es eine Karnevalstruppe? Hannover hat uns das heute richtig schwer gemacht. Vier Sätze lang, wir haben gekämpft bis zum Ende und haben dann überzeugt, besonders in den entscheidenden Momenten. Das war ein Auf und Ab. Wir waren mutig, wir mussten die ganze Zeit Vollgas geben, das haben wir geschafft. Ich lege mich drei Tage in die Eistonne, dann analysieren wir das Spiel und dann sehen wir weiter.“ „Ja, das war ein richtiger Kraftakt. Glauben sie denn, dass irgendwann wieder dieser Wow-Effekt kommt? Also, dass es auch spielerisch besser läuft?“ Der Spieler schaut den Reporter verständnislos an. „Wat woll'n se? Wollen se ne erfolgreiche Saison? Wollen se, dass wir wieder verlieren und haben schön gespielt? Ich verstehe die ganze Fragerei nicht. Wir haben alles gegeben und bereiten uns jetzt auf Bonn vor.“

 

Hörde holt sich den ersten Heimsieg der Saison und das war ein großes Stück Arbeit. Gegen den Aufsteiger GfL Hannover musste der TVH vier Sätze lang bis zum letzten Punkt kämpfen. Am Ende entscheidet ein Hörder Sprungaufschlag auf die Netzkante das Spiel, es war eine Szene, die für das gesamte Spiel stand. Es war ein dreckiger Sieg, kein schöner mit Schleifchen, sondern ein Arbeitssieg der Sorte Kohlekraftwerk. Dreckig, aber voller Wille und Leidenschaft. Ehrliche Arbeit, die sich am Ende ausgezahlt hat.

 

Durch das 3-1 (26:24,23:25,25:23,25:23) bleiben zum ersten Mal in dieser Saison alle drei Punkte in der eigenen Festung. Hörde festigt damit seine Position als „best of the rest“ und erwartet im nächsten Spiel den direkten Verfolger. Der Aufsteiger SSF Fortuna Bonn kommt in die Festung und will den Hördern ihren Tabellenplatz streitig machen. Der TVH wiederum will mit einem weiteren Heimsieg die Hörder Festspielwochen abschließen, es wäre ein mehr als versöhnlicher Abschluss der Hinrunde und des Volleyball-Jahres 2014. Und bei einer Sache kann man sich sicher sein: Die Mannschaft wird wieder bis zum letzten Punkt kämpfen. Mit der Schaufel in der Hand und Ruß im Gesicht. 

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