Heimfluch, wer?

Endlich, will man sagen. Endlich, könnte man sagen. Endlich, muss man wohl auch sagen. Hörde holt sich seinen zweiten Heimsieg und feiert endlich wieder vor heimischer Kulisse. Zu Beginn des Spiels schien es so, als gäbe es tatsächlich diesen „Heimfluch“ von dem manche sprachen, am Ende allerdings interessierte es keinen mehr. Hörde schlägt den USC Münster mit 3-1 (20:25,25:19,25:13,25:18) und sichert sich wichtige drei Punkte im Kampf um was eigentlich? Naja, ist auch egal.

 

„Das geht ja gut los“, sagten sie auf der Tribüne, als der TVH-Tross den Auftaktsatz an die Gäste aus dem Münsterland abgab. Ein Geschenk des Gastgebers, könnte man sagen: „Schmeckt Ihnen der Aperitif?“. Doch der erste Gang sollte der letzte sein, welcher den selbsternannten USCmen schmecken sollte. Hörde holte die Keule raus und servierte im Anschluss ein Festmahl, welches den Männern vom USC auf den Magen schlug.

 

Mit Beginn des zweiten Durchgangs wendete sich das Blatt, Hörde trat nun stabiler und aggressiver auf. Vom USC kam nicht mehr viel, der TVH riss das Spiel an sich und dominierte die Partie. Es entwickelte sich eine einseitige Begegnung in der den Stettiner-Straßen-Jungs zeitweise alles gelang. Und trotz des deutlich gewonnen dritten Satzes (25:13), ließ man im Rothemden-Lager nicht nach und hielt die Spannung oben.  Niemand hatte die Absicht einen Tiebreak zu spielen. Nicht falsch verstehen, Hörde spielt gerne Tiebreak, Spannung und Dramatik und so. Aber der TVH wollte drei Punkte, fertig aus. Und so passierte es dann auch. Zuschauer und Mannschaft durften auf ein „Are you kidding me?!“ verzichten und den zweiten Heimsieg der Saison bejubeln, inklusive roter Karten und tumultartigen Szenen. Amateursport in seiner Reinform, herrlich.

 

Nun geht es in eine zweiwöchige Pause und dann stehen die Titelanwärter Tecklenburger Land Volleys auf dem Speiseplan, allerdings nicht vor eigenem Publikum. Auf das nächste Heimspiel müssen Hörder Anhänger nämlich noch länger warten. Erst am 14.3. öffnen sich die Tore der Hörder Festung, bis dahin muss der TVH zwei Auswärtsspiele beschreiten. Und dann heißt es wieder: „Endlich wieder Heimspiel!“

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