Heimpleite zum Auftakt

Das Debüt in der Regionalliga endete für die Hörder Zweitvertretung mit einer 1:3 Heimpleite. Vor gut besetzter Tribüne hat es gegen den TVA Fischenich II lediglich zu einem Satzgewinn gereicht.

Mit Fabijan Slacanin und Eike Meyer auf Außen, Moritz Finke und Florian Mausolf über die Mitte, Jonatan Uehara im Zuspiel, Kapitän Marlon Externbrink auf Diagonal sowie mit Johannes Beßelmann als Libero ging der Oberligameister der vergangenen Saison ins Spiel.
Der erste Satz war wohl ein typischer erster Satz in einer neuen Saison. Keine Mannschaft wollte unnötige Fehler machen, beide Teams agierten eher zögerlich in Annahme und Angriff. So wurde nahezu immer im Wechsel gepunktet. Ab der Satzmitte erarbeitete sich der Gast aus Fischenich einen kleinen Vorsprung, den sie auch bis zum Satzende nicht mehr hergaben. 20:25 hieß es am Ende aus Hörder Sicht.

Im zweiten Satz begann Neuzugang Hape Ludwig für Meyer auf Außen. Mit neuen taktischen Anweisungen von Trainer Michael Kohne legte das Hörder Team los, wie man es aus der Oberliga kannte: mit gezieltem Aufschlagdruck und einer disziplinierten Block-Feldabwehr Arbeit. Schnell stand es 4:0 für den Gastgeber. Den Vorsprung gab der TVH allerdings direkt wieder her. 5:5 hieß es bloß einen Aufschläger später. Die Gäste erarbeiteten sich in der Folge einen 3 Punkte Vorsprung, den Fabijan Slacanin mit einer starken Serie von harten Sprungaufschlägen wieder ausglich zum 10:10. Nach Auszeit der Gäste übte Slacanin weiter Druck im Aufschlag aus und man zog auf 13:10 davon.
Die gewohnten Mechanismen griffen wieder und so zogen die jungen Rothemden auf 18:14 davon. Dass der Satz dennoch wieder knapp werden würde, ist erneut dem guten Aufschlagspiel der Gäste geschuldet. 18:18 heißt es in der direkten Folge. Auszeiten von Kohne bei 18:18 und kurz darauf beim Stand von 19:20 sollten noch einmal den Rhythmus des Gegners brechen. Letztendlich entschieden die Fischenicher den Satz in einem konzentrierten Finish mit 25:22 für sich.

 

Das Team von Trainer Kohne wollte es den Gästen aber so leicht nicht machen mit dem Sieg. Weiterhin konzentriert, mit einer klaren taktischen Linie und fest entschlossen gingen die Hörder zurück aufs Feld. Einer erneut ausgeglichenen Anfangsphase folgte klare Hörder Dominanz. Kapitän Marlon Externbrink legte eine krachende Serie Sprungaufschläge hin, sodass das Fischenicher Angriffsspiel nicht variabel agieren konnte und die Rothemden wenig Mühen hatten, über die Bereiche Block und Angriff aus eigener Abwehr zu punkten. Zwischenstände von 10:4 und 14:6 deuteten auf einen verdienten Satzgewinn hin. Hörde ließ in der Folge aber wieder etwas nach mit dem Aufschlagdruck, es schlichen sich hier und da wieder unnötige Fehler ein und Fischenich knabberte den sicheren Vorsprung Punkt für Punkt ab. Aus den zwischenzeitlichen 8 Punkten Vorsprung wurden zum Satzende hin immer weniger. Bei 19:14 schien noch alles ungefährdet, doch der Schlendrian regierte weiter bei der Hörder Zweitvertretung. Die Annahme wurde wieder schlechter und Zuspieler Uehara konnte die so wichtige Variabilität nicht ins Angriffsspiel bringen. Der Vorsprung schrumpfte Punkt für Punkt, letztlich retteten sich die Gastgeber mit 25:23 ins Ziel.
Der Vierte Satz ist leider schnell erzählt. Nach anfänglicher Führung für Hörde kam schnell der Einbruch. Zwei Fischenicher Aufschlagserien zur Satzmitte waren zu viel. Der gute Rhythmus in Annahme und Angriff war weg, so hatten die Gäste leichtes Spiel. Ein deutliches 14:25 besiegelte letztlich die unterm Strich verdiente Niederlage der jungen Hörder.
"Das war ein gutes erstes Spiel für uns in der Regionalliga. Als Aufsteiger ist es nicht leicht, in der höheren Liga Fuß zu fassen, aber meine Jungs haben das gut gemacht. Ich habe heute viele gute Dinge gesehen, das ist mir wichtiger als das nackte Ergebnis. Fakt ist, dass wir das Spiel gewinnen können - nur nicht heute und auch nicht nächste Woche. So weit sind wir noch nicht. Wir werden weiter hart arbeiten, die Neuzugänge weiter Step by Step integrieren und dann wird es für keine Mannschaft der Liga einfach werden, gegen mein Team zu spielen", zeigt sich Trainer Kohne zufrieden nach dem Spiel.
"Das hat richtig Spaß gemacht! Wir haben ein gutes Spiel gegen einen guten Gegner verloren. An zwei Sätzen durften wir mal schnuppern, das war sicher ärgerlich. Aber darauf können wir beruhigt aufbauen und sicher sein, dass wir nicht zum Kanonenfutter in der Liga werden", zieht auch Kapitän Externbrink ein positives Fazit.

Ein großes Dankeschön geht an die zahlreichen Fans, die auf der Tribüne wie immer alles gegeben haben!

 

 


TVH: Beßelmann, Externbrink, Finke, König, Mausolf, Meyer, Lauersdorf, Limpinsel, Ludwig, Uehara, Slacanin, Walz

Trainer: Michael Kohne
Co-Trainerin: Marion Giesler

 

 

mk. 18.09.16

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