M2 gewinnt gegen Bielefeld an Erfahrung

1:3 (25:17, 23:25, 22:25, 19:25) hieß es am Ende in nackten Zahlen aus Hörder Sicht im Spitzenspiel gegen den vorigen Tabellenzweiten und neuen Tabellenführer  aus Bielefeld. Vielversprechend und mit der ganzen Euphorie aus den letzten Siegen im Rücken starteten die jungen Hörder, wie sie sich es in der letzten Zeit erarbeitet hatten. Druckvolles Aufschlagspiel, taktisch diszipliniertes und aufmerksames Block-/Feldabwehrverhalten, eine solide Annahme um Libero Fabijan Slacanin und ein breit aufgezogenes Angriffsspiel von Zuspieler Henrik Hester waren – wie in den letzten Spielen auch – der Schlüssel zum Erfolg. Nach nur 22 Minuten schien sich die Hörder Dominanz und Unbekümmertheit auch gegen die Bielefelder Zweitvertretung fortzusetzen.

 

Doch bereits kurz nach dem Seitenwechsel traten lange nicht gesehene Schwächen im Spiel der Rothemden auf. Trainer Michael Kohne sah sich beim Stand von 5:7 zur ersten Auszeit gezwungen. Doch der Versuch, den aufkommenden Rhythmus der Gäste zu brechen, misslang. Nur vier Punkte später nahm Kohne seine zweite Auszeit – 5:11 aus Sicht der Heimmannschaft. Beim Stande von 8:14 übernahm Jonatan Uehara-Ernst die Regie. Völlig unbeeindruckt vom Satzverlauf nahm er das Heft in die Hand und führte die verunsicherte Mannschaft zurück ins Spiel. Zwei Auszeiten trotzte er den Gästen noch ab, bis beim Stand von 20:22 Hester wieder zurück ins Spiel kam und Bielefeld den letzten Zahn ziehen sollte. Im Endspurt jedoch fehlte das berühmte Quäntchen Glück zum Satzgewinn für Hörde.Der dritte und vierte Satz waren ein Abbild des zweiten. Unkonzentrierter Start der Heimmannschaft, bärenstarkes Comeback bei fast aussichtslosem Spielstand und besseres Ende für die Gäste.

 

Verschiedene Versuche, das Hörder Spiel noch zu drehen, erzielten immer nur kurz einen Effekt. Noah Voswinkel kam für Eike Meyer in den Außenangriff, Meyer sogar später für Kapitän Marlon Externbrink auf der Diagonalposition und Uehara-Ernst immer wieder für Hester. Zudem wurde ab dem dritten Satz mit beiden Liberos gespielt. Slacanin organisierte weiterhin die Annahme und – der seit 2 Wochen aufgrund von Krankheit trainingsfreie – Johannes Beßelmann sollte die Abwehr beleben. Alles half nichts. Die Gäste spielten völlig unbeirrt ihren Streifen herunter und ließen sich durch die immer wieder aufkommenden Hörder Strohfeuer nicht verunsichern.

„Ich kann meinen Jungs heute keinen Vorwurf machen. Wir sind in die Saison gestartet mit dem Ziel, möglichst schnell nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Das haben wir wohl mit den bisher  sechs Siegen aus acht Spielen geschafft. Dass wir heute verloren haben ist überhaupt kein Beinbruch und bringt uns den Dingen, an denen wir weiter akribisch arbeiten werden, nur wieder näher. Meine Mannschaft macht bisher einen wahnsinnig guten Job im Training wie im Spiel, darauf gilt es aufzubauen. Gegen mehrere Jahrhunderte Volleyball-Erfahrung darf man ruhig mal verlieren, wenn man in so einem Entwicklungsprozess steckt, wie wir. Ich habe versucht, der Mannschaft mit Spielerwechseln zu helfen und sie zu beleben. Mit manchen Entscheidungen lag ich leider daneben, andere Entscheidungen habe ich verpasst zu treffen. Die Niederlage nehme ich voll und ganz auf meine Kappe“, so Kohne nach dem Spiel.

 

Ein großer Dank geht natürlich an die zahlreich erschienen Fans, die dem Spitzenspiel auch trotz der Niederlage einen würdigen Rahmen gegeben haben. Das nächste mal wird die Festung verteidigt, dafür werden wir arbeiten. Für die jungen Hörder geht es nun darum, die sinnbildliche Krone wieder zu richten und an der nächsten Stufe ihres Entwicklungsprozesses zu arbeiten. Zum letzten Spiel der Rückrunde geht es zu der bisher sieglosen Drittvertretung des Bielefelder Post SV.

 

eure M2

 

TVH:

Beßelmann,  Externbrink, Finke, Gorba, Hester,  Mausolf, Meyer, Slacanin, Uehara-Ernst, L. Voswinkel, N. Voswinkel, Walz

 

Trainer:

Michael Kohne

 

Co-Trainerin:

Marion Giesler

 

mk 30.11.15

 

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