TuS Herten - F1

Wir wissen nicht, wie der große Reformator darüber denken würde, wenn er wüsste, dass eine nach ihm benannte Sporthalle in eine Hölle verwandelt wird. Auf jeden Fall war in der Martin - Luther "Hölle" zu Herten ordentlich Feuer unterm Dach, als der Tabellenführer und der Verfolger aus Hörde die Klingen kreuzten. Bengalos vor der Halle und 2 Stunden infernalischer Lärm durch die therapeutische Trommelgruppe "Tultras" und geschätzte 200 Zuschauer, das ist nicht nur für die Damen - Verbandsliga eine beeindruckende Kulisse!

 

Und im Gegensatz zu dem Gurkenspiel gegen Schwerte hielt das mit großem Ballyhoo angekündigte TOP Spiel der Liga auch das, was es versprach. Vom Niveau her hätte das Spiel auch 2 Ligen höher stattfinden können.

 

Der erste Satz wurde klar von den erfahrenen Damen ( in der Startsechs ausschließlich Zweitligaerfahrung auf dem Feld) aus Herten dominiert. Beängstigend fehlerfrei agierte der Gastgeber und tütete das 25:17 souverän ein. Doch die bereits im ersten Satz vorgenommenen Personaländerungen zeigten jetzt Wirkung.

 

Die 14-Jährige Svenja Müller debütierte auf der Außenposition und lieferte eine ganz starke Vorstellung in der Annahme und im Angriff ab. Mit erhöhtem Aufschlagdruck ging das Konzept auf und der früh erarbeitete Vorsprung wurde bis zum Satzende mit einer ganz starken Mannschaftsleistung verteidigt, 25: 21 für 

Hörde.

 

Herten nahm den Kampf an und es entwickelte sich ein ganz starkes Spiel. Für die in den ersten Sätzen stark agierende Kira Schäfer stand mittlerweile "Keule" Lena Klecha auf dem Feld und präsentierte sich trotz Trainingspause mit spektakulären Angriffen. Der etwas verschlafene Satzbeginn konnte jedoch nicht mehr kompensiert werden. Über 3:7, 7:12 und 16:22 blieb der Satz in Herten.

 

Aber Hörde war jetzt heiß wie Frittenfett. Gestaltete sich der 4. Durchgang bis zur Satzmitte noch ausgeglichen, so nahmen die Hörder Mädels den Gegner regelrecht auseinander. Mit präzisen Schnellangriffen über Kathi Pesek sowie Rabea Knop und knallharten Aufschlägen war der Druck für Herten zu hoch. 17:12, 24:14, 25:17...Hörde im Flow!

 

Der mittlerweile obligatorische Einbruch kam dann leider zu Beginn des finalen Durchgangs. Drei Aufschlagfehler in Folge, 1:4. Viele einfache Fehler, im Satz zuvor undenkbar, und Satz und Sieg gingen letztendlich verdient mit 15:5 an den TuS aus Herten. Ein Sonderlob noch für Hanna Köster, die wieder über die gesamte Distanz ran musste, da Lui Weickhmann ihren Appendix der Wissenschaft zur Verfügung stellen musste. Trotz Fingerblessur und einiger technischer Wackler in der Spielmitte hat sie den Matchplan wunderbar durchgezogen. 

 

Das Lob gilt auch für Anne Blome die nur noch außerhäusig In Osnabrück trainieren kann, aber am Samstag  eine ganz souveräne Libera - Leistung ablieferte. Einen Dank auch noch an die nachgereiste 2. Herrenmannschaft, die uns lautstark unterstützt hat.

 

Verlieren macht in der Regel keinen Spaß, aber vor einer solchen Kulisse und mit einer solch beeindruckenden Leistung tritt das Endergebnis ein wenig in den Hintergrund. Wir müssen uns um die Hörder Damen keine Sorgen machen!

 

Für den TV Hörde spielten:

Baldauf, Blome, Iserhard, Schäfer, Klecha, Knop H., Knop R., Köster, Mann, Müller, Pesek, Werth

 

gs 29.11.15

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