Emotionen pur...Der TV Hörde ist Westdeutscher Meister

Ein hochemotionales Wochenende verbrachte die weibliche U18 des TV Hörde in Köln bei der gastgebenden DJK Südwest und beendete es mit einem furios krachenden Finale.
Aber der Reihe nach...Im ersten Gruppenspiel gegen den SV BW Sande am Samstag war noch viel von der üblichen Nervosität zu spüren, dennoch legten die Dortmunder Mädels ordentlich vor, 25:18 im 1. Satz. Und auch bis kurz vor Ultimo hatte der TV kaum Probleme...bei 22:15 sollte wohl nichts mehr anbrennen. Doch weit gefehlt. Sande konterte ganz stark über ihre starken Außenangreiferinnen und drehte das Ding noch, 25:27. Gleich im ersten Spiel Drama Drama, denn die Ostwestfälinnen hatten auch im 3. Durchgang hauchdünn die Nase vorn, 14:16.

Jetzt standen die jungen Damen bereits gehörig unter Druck. Denn nun ging es gegen BW Dingden, einen der zwei Titelaspiranten. Und Dingden zeigte keine Gnade. Über die bärenstarke Jana Röwer schlug es immer wieder in der Hörder Hälfte ein. Keine Chance auf den 1. Satz...20:25. Aber die Roten fuchsten sich noch mal ins Spiel und hielten den Satz bis zum Ende offen. Bei 23:24/24:25 hatten die Mädchen vom Niederrhein Matchbälle und dem Hörder Turnverein drohte der bittere Gang in die Trostrunde. Die Phrase vom Volleyballwunder mag abgedroschen sein, aber hier darf man sie nochmal verwenden. Die U18 kippte den Satz (27:25) und demontierte DIngden im finalen Durchgang und fegte sie mit 15:6 vom Feld. Jede Mannschaft in der Gruppe hatte jeweils 2:1 gewonnen. Also Ballpunkte zählen...und Hörde war Gruppenerster...kurios!

Die folgenden 24 Stunden hat das Hörder Ensemble wie in Trance verbracht und sich von Spiel zu Spiel auf ein höheres Level gebracht.

Die ersten Leidtragenden waren die ganz jungen Abwehrspezialistinnen vom 1. VC Minden im Viertelfinale. Hörde unwiderstehlich im Angriff, 25:23 und 25:22.

Also am folgenden Tag Halbfinale (erneut gegen Dingden), der große Traum, die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften rückte in greifbare Nähe. Aber erstmal Regeneration, gut essen und trinken. Physiotherapeut Jonas Altmann machte Überstunden und so ging es gut ausgeruht am Sonntagmittag in die Crunchtime. 2 lautstarke Fanabteilungen sorgten für einen Höllenlärm und alle waren bereit für den Showdown. Heißblütig wurde es, Coach Gunnar Schäfer kassierte eine gelbe Karte, aber Hörde lieferte...der große Favorit Dingden wurde ein zweites Mal mit 2:1 gedemütigt. Großes Kino, noch größere Emotionen...die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen war eingetütet.

Wer dachte, mehr geht nicht, durfte sich dann noch das Finale anschauen. Mit dem VOR Paderborn wartete ein ganz großes Kaliber. Die mit National- und WVV Auswahlspielerinnen gespickte Truppe von der Pader hatte sich im Vorfeld noch mit Talenten aus dem Bundesstützpunkt Münster verstärkt. Dementsprechend selbstbewusst präsentierten sich der Finalgegner in Satz Nummer eins. Dazu der fast erwartete Spannungsabfall beim Überraschungsfinalisten vom TV Hörde...klare Sache, 12:25. Die ersten Zuschauer gähnten bereits und wollten schnell nach Hause. Doch das Dortmunder Team schien noch Zeit zu haben und wollte ganz unbedingt den großen Coup. Dem Chronisten fällt nach knapp 40 Jahren Volleyball nichts Vergleichbares ein...Paderborn zersägt sich zu Beginn des 2. Satzes mit mehreren Aufstellungsfehlern selbst. Hörde nimmt die Geschenke an und jede einzelne Akteurin pushte sich nochmal an und übers Limit und machte die Sensation perfekt. Satzausgleich und ein elektrisierender 3. Satz, die Halle tobt...15:13 Höööööörde!!!

Der TV Hörde, echte Championchipwinner, die im entscheidenden Augenblick ihre Leistungsgrenze nach oben verschoben haben. 

Das Hörder Trainer Duo Misikowski/Schäfer gönnte sich nach diesem hochintensiven Turnier ein eiskaltes Siegerkölsch...und sie waren sich einig: Im April geht es weiter...in Offenburg...Deutsche Meisterschaft!

Für den TV Hörde brillierten: Samanta Gega, Leonie Hemesath, Nele Hoja, 
Michelle Jagst, Hannah Köster, Hanna Knop, Marlene Lösing, Svenja Müller, Nicole Pipa, Sophia Bader

 

 

 

gs.  13.03.16

Druckversion Druckversion | Sitemap
© TV Hörde 1861 e.V.