wU20 wird sensationell 7.

Die U20-Volleyballerinnen des TV Hörde beenden die Deutsche Meisterschaft in Schwerin mit einem sensationellen 7. Platz und konnten dabei zahlreiche Volleyballgrößen wie Allianz Stuttgart oder den SV Lohhof hinter sich lassen.

 

 

Doch der Reihe nach:

Die Deutsche Meisterschaft begann für die Hörderinnen mit dem Spiel gegen das Nachwuchsteam des Bundeligisten Erfurt. Zu keiner Zeit konnten die überaus jungen Hörderinnen in diesem Spiel ihre große Nervosität ablegen. Zahlreiche vermeidbare Fehler waren die Folge, so dass es dem Gegner ein Leichtes war, die Hörderinnen im Griff zu behalten und zu besiegen.

 

Im 2. Spiel gegen den SV Bad Laer standen die Hörderinnen demgemäß schon unter Druck, wollten sie die Gruppe nicht als Letzter beschließen, denn gegen den haushohen Titelfavoriten Schweriner SC, der als letzter Gegner wartete, war ein Erfolg noch nicht einmal zu erträumen.

Es entwickelte sich rasch ein Spiel auf Augenhöhe, denn der SV Bad Laer bot ebenfalls ein blutjunges Team auf, so dass sich fast zwei U18-Teams gegenüberstanden. Die Hörderinnen wussten im 1. Satz komplett zu überzeugen, ließen dann aber unerklärlicherweise im 2. Satz deutlich nach, so dass es auf den Entscheidungssatz ankam. Hier behielten die Hörderinnen ihre Nerven aber im Griff, konnten sich schnell deutlich absetzen und ließen sich die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen. Ein deutliches 15:6 brachte erst einmal eine gewisse Erleichterung im Hörder Lager.

 

Im Spiel gegen den Gastgeber aus Schwerin hielten die Hörderinnen die Begegnung lange offen und ausgeglichen und wussten zu überzeugen, mussten dann aber den hohen Konzentrationsanforderungen Tribut zollen und verloren am Ende des ersten Satzes bei 17.17 den Anschluss. Schwerin konnte sich absetzen und dann auch den 2. Satz ungefährdet gewinnen.

 

Mit dem vierten Spiel des Tages konnten die Hörderinnen sich bei einem Erfolg dennoch für das Viertelfinale am Sonntag qualifizieren. Gegner war der Brandenburgische Landesmeister SG Einheit Zepernick, der in seiner Vorrundengruppe Zweiter geworden war.

Es entwickelte sich nicht nur ein spannendes Duell auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Tribüne, denn sowohl die Hörderinnen als auch der Gegner wurden von den zahlreichen mitgereisten Eltern und Fans lautstark unterstützt.

Den Hörderinnen unterliefen dabei im ersten Satz zu viele Eigenfehler, insbesondere beim Aufschlag, der Gegner nahm das dankend an und gewann 19:25. Doch die Hörderinnen rappelten sich noch einmal auf, obgleich mit Marlene Lösing und Malin Schäfer gleich 2 Spielerinnen verletzungsbedingt ausgefallen waren, und konnten den 2. Satz mit 25:16 für sich entscheiden.

 

Im Entscheidungssatz wurden die Nerven der Zuschauer und des Trainerteams dann erheblich strapaziert. Kein Team konnte sich absetzen, die Führung wechselte von Hörde zu Zepernick und umgekehrt. Dann hatte Zepernick bei 14:13 den 1. Matchball und Zuspielerin Hannah Köster begann ein Privatduell von Samata Gega gegen Zepernick zu initiieren  Jeder Angriff lief über sie – und jeder der 4 Matchbälle des Gegners wurde abgewehrt. Bei 17:17 kam dann Hannah Köster zum Aufschlag, der Gegner hatte Schwierigkeiten bei der Annahme und beim Spielaufbau und konnte den Ball nur ohne Druck zu den Hörderinnen baggern – die ließen sich in Person von Samanta Gega nicht lange bitten und knallten den Ball wuchtig ins Feld des Gegners. Matchball für den TVH. Erneuter Aufschlag von Hannah Köster, direkter Annahmefehler, Jubel bei TVH!! Viertelfinale!!.

Nun hieß es  nach einem strapaziösen Neun-Stunden-Volleyball-Tag Essen fassen und regenerieren, denn am nächsten Morgen war bereits um 09.00 Uhr Spielbeginn. Hier hieß der Gegner VC Wiesbaden, das Nachwuchsteam des Bundesligisten. Gegen das deutlich ältere und erfahrenere Team hatte der TVH, der in der Mitte mit dem „Babyblock“ durch Rike Hülsmann (16 Jahre) und Jugendnationalspielerin Carlotta Klemm (13 Jahre) antrat, dann keine echte Chance und verpasste (erwartungsgemäß) den Halbfinaleinzug.  

Weiter ging es mit dem Spiel gegen SV Energie Cottbus, hier mussten die Hörderinnen sich im 3. Satz geschlagen geben, um dann im Anschluss direkt gegen den VC Offenburg zu spielen. In diesem Spiel bündelten die Hörderinnen noch einmal alle Kräfte und konnten sich gegen den ebenfalls angeschlagenen Gegner glücklich, aber sicher 2:0 durchsetzen.

So wurden die im Schnitt 16,5 Jahre alten Hörderinnen, die im Gegensatz zu den Gegnerinnen, die fast alle Bundesliga-, Zweitliga- oder Drittligaspielerinnen im Kader hatten, nur über Verbands- und Oberligaerfahrung verfügen, geradezu sensationell Siebter im Konzert der ganz großen Volleyballvereine und darf sich zudem noch auf die Fahne schreiben, bei der Westdeutschen Meisterschaft den späteren Deutschen Meister USC Münster geschlagen zu haben.

 

Für den TVH spielten:

Samanta Gega, Leonie Hemesath, Nele Hoja, Rike Hülsmann, Michelle Jagst, Carlotta Klemm, Larissa Klos, Hanna Knop, Hannah Köster, Marlene Lösing, Malin Schäfer

 

Trainerteam:

Reinhard Wiesner, Jonas Altmann, Thomas bMisikowski

 

tm,09.06.2017

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